THE JAMMM feiert vom 11. bis 13. April die Vielfalt und Energie urbaner Tanzstile. Drei Tage lang verwandelt sich das tanzhaus nrw in einen Ort von und für die urbanen Communities. THE JAMMM lässt die Bereiche Bühne und Akademie des tanzhaus nrw miteinander verschmelzen. Das Kernteam – bestehend aus Bouni, Miro aka Zero, Nini, Ruby, Sonja Reischl, Surena, Takao Baba und Tamara Rahil – hat ein vielseitiges Programm zusammengestellt: Jam Sessions, eine spannende Guest Lecture, die speziell für THE JAMMM entwickelte Performance Night und eine hochenergetische Circle Session stehen auf dem Plan. Zudem gibt es an allen drei Tagen eine Vielzahl von Workshops für Tänzer*innen aller Levels, von Anfänger*innen bis Fortgeschrittene, in Stilen wie HipHop, Popping, House, Locking, New Jack, Voguing, Waacking und New Style Hustle.
THE JAMMM bringt lokale Legenden, aufstrebende Talente und internationale Größen der Szene zusammen und macht die tiefe Verbindung zwischen urbanen Tanzkulturen und dem tanzhaus nrw erlebbar.
Seit seinen Anfängen ist das tanzhaus nrw ein wichtiger Treffpunkt und fördert urbane Tanzkulturen wie HipHop, Waacking, Popping und Krump. Das Haus bot legendären Events wie Funkin’ Stylez eine Bühne und ist der Ort, an dem Festivals wie die HipHop Dance Dayz ins Leben gerufen wurden und erstmalig stattfanden. Im Jahr 2021 luden die damaligen Factory Artists nutrospektif zum Moving Concrete Festival, das sich ebenfalls auf Urban Dance Art fokussierte. Auch im Feld urbaner Tanzkulturen ist das tanzhaus nrw ein Ort, der internationale Tanzszenen in Düsseldorf zusammenführte. Größen wie Archie Burnett, P.Lock, Mr. Wiggles und Niels "Storm" Robitzky vermittelten hier ihr Wissen in Workshops und prägten eine neue Generation von Tänzer*innen.
Was urbane Tanzkulturen einzigartig macht, ist ihre autodidaktische und gemeinschaftsbasierte Weitergabe von Wissen und Skills – ein Gegensatz zu klassischen Tanzausbildungen an Hochschulen. Nun knüpfen die Dozent*innen der tanzhaus nrw Akademie für Urban Styles mit dem neuen Festival THE JAMMM an diese Tradition an.
Waacking als künstlerische Praxis: POINT OF NO RETURN
Anschließend an THE JAMMM bringt die Düsseldorfer Tänzerin und Choreografin Yeliz Pazar ihr Stück POINT OF NO RETURN zur Düsseldorfer Nacht der Museen zurück auf die Bühne des tanzhaus nrw. Schon früh mit dem tanzhaus nrw verbunden, lernte sie den oben erwähnten Archie Burnett kennen und tauchte über ihn in die Kultur des Waacking ein.
Waacking entstand in den 1970er-Jahren in der Disco-Szene von Los Angeles und steht für Ausdrucksfreiheit, Selbstbewusstsein und Stolz. Für Yeliz Pazar ist dieser Tanzstil eine ebenso persönliche wie politische Angelegenheit – eine Form des Widerstands und der Selbstermächtigung. In POINT OF NO RETURN nutzt sie Waacking, um entscheidende Wendepunkte im Leben zu thematisieren: jene Momente, in denen es kein Zurück mehr gibt und sich alles unwiderruflich verändert. Fünf Tänzer*innen setzen sich mit diesen Fragen auseinander und entwickeln eine kraftvolle Choreografie, die sich zwischen impulsiven, konfrontativen Bewegungen und beeindruckender Synchronität bewegt. Die Performance, intensiv in Sound und Bildsprache, beeindruckt mit expressiven Posen, schnellen Armbewegungen und dramatischen Gesichtsausdrücken.
Anlässlich der Nacht der Museen wird POINT OF NO RETURN am 26. April in einer Kurzversion von 30 Minuten zweimal hintereinander aufgeführt. Zudem können Besucher*innen an Open Studios im Foyer teilnehmen. Am 27. April folgt die vollständige Aufführung mit einer Dauer von 50 Minuten. Mit THE JAMMM und POINT OF NO RETURN setzt das tanzhaus nrw erneut ein starkes Zeichen für die urbane Tanzszene – als lebendiger Raum für Begegnung, künstlerische Innovation und kulturellen Austausch.
Weitere Infos und Tickets unter www.tanzhaus-nrw.de
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